Neues

Aktuelle Projekte, Veröffentlichungen, Ausstellungen und Einblicke in meine Arbeit.

Oktober 2026

Druckfrisch eingetroffen!

Die ersten WERKeinBLICKE-Postkarten sind da! Darauf zu sehen: Gisela Weimanns Atelier vor der Werkerschließung und Tony Torrilhons „Hund“ (1987) auf dem Dachboden seines Rheinsberger Atelierhauses.

Und ein eigener Stempel musste auch sein. Die Stempelkultur fasziniert mich schon seit meiner Zeit in der CESA Collection – Joseph Beuys. Der hatte nämlich ein ganzes Bataillon an Stempeln, mit denen er Postkarten, Bücher, Multiples und, und, und versah. Jetzt hinterlässt auch WERKeinBLICKE seinen Abdruck.

Die Berliner Künstlerin Gisela Weimann in ihrer Spiegel-Installation in der Kunsthalle Bahnitz. Spiegelobjekte und reflektierende Flächen greifen in den Ausstellungsraum aus und beziehen Umgebung und Betrachtende in die Arbeit ein.

Gisela Weimann: Auf nach Bahnitz

September 2026

Nicht einmal zwei Stunden von Berlin entfernt liegt Bahnitz im Havelland. Seit Mitte der 1990er Jahre haben sich hier Künstler:innen niedergelassen, alte Höfe wiederbelebt und Ateliers und Arbeitsorte geschaffen. Am Wochenende war ich gemeinsam mit der Künstlerin Gisela Weimann und der Kunsthistorikerin Jenny Dirksen in der Kunsthalle Bahnitz zu Gast.

Der Bildhauer und künstlerische Leiter Bodo Rau führte uns durch die Ausstellung „Kunst Leben – Ein ganzes Leben für die Kunst“, die Lebenswerke anhand weniger, sehr gezielt ausgewählter Arbeiten aus unterschiedlichen Zeiten vorstellt. Bei Gisela Weimann steht der Spiegel im Zentrum: als Material, Motiv und Metapher. Ihre Installation greift in den Raum aus und bezieht die Betrachtenden unmittelbar mit ein – in den Spiegelungen erscheint unweigerlich auch das eigene Bild, mal vollständig, mal nur als Fragment.

Im Anschluss konnten wir außerdem einen exklusiven Blick auf den Nachlass von Christa Biederbick werfen und Karl-Heinz Biederbeck kennenlernen. Ein sehr besonderer Besuch an einem Ort, an dem Kunst seit Jahrzehnten gelebt wird.

Der Bildhauer und künstlerische Leiter Bodo Rau vor einer großformatigen Bronzeplastik im Innenhof der Kunsthalle Bahnitz im Havelland in Brandenburg, einem seit den 1990er Jahren von Künstler:innen geprägten Kunst- und Arbeitsort.“

1 Bodo Rau im Hof der Kunsthalle Bahnitz 2 Gisela Weimann in ihrer Spiegel-Installation, 2026

Tony Torrilhon: Holzobjekte im Kasten

August 2026

Werkfotografie einer Holzarbeit von Tony Torrilhon im Atelier in Rheinsberg: Kamera beziehungsweise Digitalkamera auf Stativ während der fotografischen Dokumentation für WERKeinBLICKE. Zu sehen ist ein Holzobjekt: Vogel.

Ende August standen drei intensive Erfassungs- und Fototage im Rheinsberger Atelier von Tony Torrilhon auf dem Programm. Rund 110 Holzobjekte wurden für das digitale Werkverzeichnis dokumentiert.

Während der Fotograf Sebastian Greuner die Arbeiten professionell aufnahm, habe ich Maße, Material und Zustand der einzelnen Objekte erfasst sowie vorhandene Angaben überprüft und ergänzt. Gerade bei den sehr unterschiedlichen Holzarbeiten heißt das immer wieder: ganz genau hinsehen, vergleichen und alle Besonderheiten festhalten.

Mit der fotografischen Dokumentation ist nun ein wichtiger Arbeitsschritt abgeschlossen. Die neuen Aufnahmen und Objektdaten gleiche ich nun mit Ausstellungsbroschüren, Jahresgabenheften und anderen Publikationen ab, um fehlende Titel, Datierungen und weitere Angaben nach Möglichkeit zu ergänzen.

So verdichtet sich das Werkverzeichnis Stück für Stück.

Werkdokumentation im Atelier des Künstlers Tony Torrilhon in Rheinsberg: Fotograf Sebastian Greuner dokumentiert Holzobjekte und Holzarbeiten für die kunstwissenschaftliche Erfassung, Bestandsaufnahme und Werkverzeichnis-Arbeit von WERKeinBLICKE.
Editha Tamms-Linnemanns Zeichnung „Ticket to Fly“ aus der Roten Phase (The Beatles-Reihe). Werk aus dem digitalen Nachlassverzeichnis.

Editha Tamms-Linnemann: Werkverzeichnis online

Juli 2026

Editha Tamms-Linnemann, Ticket to Fly, 1978, Aquarell, Farbstift auf Papier, 29 x 37 cm, Foto: Mechthild Wilhelmi 2024

Ein Projekt, das mich in den vergangenen Monaten intensiv begleitet hat, ist nun abgeschlossen: Das digitale Werkverzeichnis der Berliner Künstlerin Editha Tamms-Linnemann (1943–2024) ist online.

Für das Werkverzeichnis habe ich 225 Arbeiten aus den Bereichen Zeichnung, Grafik, Malerei und Lichtgrafik dokumentiert, verschlagwortet und für die digitale Veröffentlichung erschlossen.

In ihrer Kunst war Editha Tamms-Linnemann beständig auf der Suche nach Gegenentwürfen zur Realität. Über mehr als fünf Jahrzehnte führte sie durch unterschiedlichste künstlerische und geistige Räume. Die freie Berliner Kunstszene, experimentelle Arbeitsweisen und schließlich die intensive Auseinandersetzung mit dem Buddhismus hinterließen dabei ebenso ihre Spuren wie ihr unermüdliches Interesse an neuen Formen der Wahrnehmung. Dieses vielschichtige Werk über einen so langen Zeitraum nachzuverfolgen, war für mich eine besondere Erfahrung.

Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit dem Nachlassverwalter Hans Konrad Koch und Dr. Liane Burkhardt, Fachberaterin des Landesverbands Künstlernachlässe Brandenburg.

Ich freue mich sehr, dass dieses vielseitige Werk nun dauerhaft digital zugänglich ist und auch künftig entdeckt, erforscht und vermittelt werden kann.